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Was ist Meditation?

Was ist Meditation?

 

Meditation ist für viele ein Begriff, der eher abschreckt. Man hat Angst davor "nur dazusitzen und nichts zu denken". Dabei ist Meditation so viel mehr und ein tolles Mittel, um in unserer viel zu hektischen, schnellen und verrückten Zeit zu überleben. Tatsächlich geht es bei Meditation um "Stille". Wobei Stille eben nicht mit reinem bewegungslosen Sitzen und Nichtsdenken gleichzusetzen ist. Täglich schwirren in unserem Kopf bis zu 70.000 Gedanken herum. Diese für ein paar Minuten aus zu blenden wäre zwar schön, ist aber schier unmöglich. Meditation hilft dabei einen Schritt zurücktreten zu können und das Gedanken-Wirrwarr für ein paar Augenblicke zu beobachten und vielleicht etwas zu sortieren.

 

 

Trennung Yoga und Meditation

 

In unserer heutigen Zeit wird unter Yoga leider nur noch das körperliche Üben verstanden und auch von der Meditation abgegrenzt. Viele sehen in "Yoga" eine sportliche Betätigung. Das ist schade, aber ich persönlich bin über jede/n Yogaschüler/in froh, der anfangs nur aus diesem Grund zu mir in den Unterricht

kommt. Denn das ist er der Anfang und wenn man möchte, kann man sich auf eine tolle Reise begeben, die einem noch viel mehr als körperliche Ertüchtigung und Fitness zu bieten hat. Der Weg zum Ich, zum eigenen Selbst. Das ist der Weg, den wir beschreiten sollten. Unsere Lebensaufgabe. Und dafür ist Meditation ein ganz wichtiges Instrument. Vielleicht kennt ihr das Problem, dass nach 5 Minuten stillem Sitzen eine Unruhe im Körper aufkommt und manchmal sogar Schmerzen. Um das zu verhindern, wurden Asana, die Körperbewegungen (nach unserem Verständnis "Yoga") eingeführt. Sie sollten den Körper auf das längere Sitzen vorbereiten. Aber nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Ich verstehe diese Körperübungen, als eine Brücke zwischen unserem Außen (Alltag, Beziehungen, Aufgaben, etc.) und unserem Inneren (Gedanken- & Gefühlswelt, wahres Ich, Sein). Daher sollten „Yoga“ und Meditation keinesfalls getrennt werden. Sie ergänzen sich perfekt und bereichern sich gegenseitig. Allerdings sollte man je nach Lebensalter, Situation, Empfinden/Fühlen wählen, welcher Teil für einen jetzt gerade überwiegt und passender ist und den anderen Teil dementsprechend anpassen.

 

 

Atmung

 

Bei der Meditation gibt es im Gegensatz zum Pranayama keine Atemregulierung.   

Die Atmung sollte frei fließen können und dementsprechend sollte auch die Sitzhaltung gewählt werden (s.u.). Es kann helfen sich auf den Atem zu konzentrieren, um mit ihm auch die Gedanken zu beruhigen. So kann man den Atem beispielsweise zählen (Einatmung 1, Ausatmung 2, Einatmung 3, … Ausatmung 10 und dann wieder von vorne beginnen). Ich nenne den Atem gerne unseren inneren Yogalehrer, da wir ihn immer dabei haben und er uns, wenn wir genau hinhören, viel über uns und unseren aktuellen (Gemüts-)zustand verraten kann.

 

 

Richtig Sitzen

 

Wichtig ist, dass man sich einen Ort sucht, an dem man ungestört ist. Unsere Sinne werden gerne von äußeren Dingen gelockt und wir werden schnell abgelenkt (z.B. durch Geräusche). Man kann sich auf den Boden, eine Yogamatte, ein Sitzkissen/ Meditationskissen oder auf eine Decke setzen, die Unterlage sollte allerdings nicht zu weich sein. Alternativ kann man sich auch auf einen Stuhl setzen. Die Wirbelsäule sollte gestreckt, aber nicht überstreckt, die Gesichtszüge entspannt (v.a. die Kiefermuskulatur) und der Bauchraum frei sein. Man sollte die Sitzhaltung wählen, die für einen am angenehmsten ist. Für den einen ist das der Schneidersitz, für den anderen vielleicht der Fersensitz und für wieder einen anderen der Lotussitz. Man sollte auf jeden Fall entspannt länger in dieser Position bleiben können, da sonst die Gedanken zu sehr damit beschäftigt sind, wie unbequem diese Sitzposition ist – so würde die ganze Qualität der Meditation verloren gehen.

Auch die Lage der Hände sollte so gewählt werden, dass es sich angenehm anfühlt und die Position nicht ständig gewechselt werden muss. Eine verkrampfte Haltung der Hände könnte auch zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich führen. Man kann die Hände locker auf die Beine, in den Schoß oder auf ein Kissen vor sich legen. Gerne kann man auch ein für sich passendes Mudra wählen. 

Auch gibt es Unterschiede, ob die Handflächen nach unten oder nach oben zeigen: 

- Handflächen nach oben gedreht -> empfangend 

- Handflächen nach unten gedreht mit Kontakt zum Körper –> beruhigend

Wenn es einem schwer fällt die Augen geschlossen zu halten weil man so z.B. leichter einnickt, kann man sie auch leicht öffnen und den Blick ganz weich werden lassen, ohne etwas zu fokussieren.

 

 

Expedition zu sich selbst

 

Meditation hilft uns dabei, in die tieferen Schichten unseres Wesens vorzudringen. Wir begeben uns damit auf eine Reise zu unserem Ich. Wer bin ich? Was fühle ich? Was denke ich? Zu Beginn kann das sehr anstrengend und teilweise auch erschreckend sein. Vielleicht entdeckt man Seiten an sich, die man vorher nicht kannte. Nicht weil sie nicht da waren, sondern weil man sie einfach nicht sehen konnte oder wollte. 

Die Meditation soll uns dabei helfen mehr Klarheit, Ruhe und Stimmigkeit zu erlangen.

Wichtig ist, dass man Erwartungen loslässt und sich schrittweise auf diese Reise begibt. 

 

 

Fortschritt & Veränderung

 

Ziel des Yoga ist Einheit, samadhi. Einheit von Körper, Geist und Atem. 

Bei der Meditation begeben wir uns auf die Suche nach einem Schatz. Diesen Schatz trägt jeder von uns in sich, auch wenn er manchmal noch versteckt ist. 

Unser Geist ist vergleichbar mit einem See. Wenn wir viel denken und grübeln, dann wird der See von Wellen bewegt und man kann den Grund nicht sehen. Sind wir aber ruhig und unser Geist ist still, dann beruhigt sich die Wasseroberfläche und wir können den Grund erkennen. Und dort unten auf dem Grund können wir den Schatz erkennen. 

Es gibt kein Falsch und kein Richtig bei der Meditation. Jeder Tag ist anders. Das zu Akzeptieren ist eine wichtige Aufgabe. Man muss sich langsam herantasten und zulassen was kommt. Irgendwann kommt dann vielleicht eine Situation im Alltag, in der wir anders reagieren als sonst. Ruhiger, verständnisvoller, bedachter. Dann ist ein Funke der Meditation auf unser restliches Leben übergegangen und wir beginnen die Veränderung wahrzunehmen. 

 

Meditation hilft uns dabei geistige Muster zu erkennen und sie aufzubrechen. Unsere Gedanken und Gewohnheiten sind wie große Straßen, wie Autobahnen. Auf ihnen kennen wir uns aus und erreichen über sie schnell das Ziel. Oft sind diese Bahnen aber festgefahren und wir sollten uns fragen, ob sie noch zu uns passen. Es hilft ab und an mal einen anderen Weg einzuschlagen, etwas anders auszuprobieren, bewusst anders auf eine Situation zu reagieren. Bleiben wir dran und versuchen das immer und immer wieder, werden wir durch unsere Willenskraft und Bemühung neue Straßen bauen. So können wir in Situationen (= Reize), die uns unser inneres rotes Tuch vor Augen halten, entscheiden wie wir reagieren wollen. Auf einen Reiz folgt eine Reaktion und dazwischen liegt ein Raum. In diesem Raum haben wir die Wahl unserer Reaktion – also sollten wir sie auch nutzen. Nur so können wir uns weiterentwickeln, transformieren. Nur so können wir innere Freiheit erlangen.

 

Bei all dem müssen wir Vertrauen haben, in uns und in unsere Umgebung. Aber auch in etwas Höheres, das für uns vielleicht nicht greifbar ist – etwas, das wir nicht gleich verstehen können, dessen Anwesenheit wir aber spüren können. Shradda, das Vertrauen ist ein wichtiger Aspekt im Yoga. Es hilft uns zu mehr Offenheit und Leichtigkeit im Leben zu gelangen.

 

 

Verschiedene Meditationsarten 

 

Bei der Meditation gibt verschiedene „Arten“. 

Ich stelle euch ein paar davon kurz vor: 

- der „Klassiker“: das stille Sitzen. Hier lässt man die Gedanken kommen und gehen. Man sollte versuchen dabei als Beobachter ganz wertfrei und liebevoll zu sein und nicht emotional auf die Gedanken zu reagieren. An den aufkommenden Gedanken soll nicht festgehalten werden, unangenehme Gedanken sollten aber auch nicht gewaltfrei vorgeschickt werden.

 

-  Konzentration auf 

o   ein Objekt, z.B. Kerze, Bild, See 

o   oder eine Körperregion, z.B. Burstkorb, Bauchnabel, drittes Auge (Punkt zwischen den Augenbrauen).

 

-  Konzentration auf die Atmung

o   durch das Konzentrieren auf das Heben und Senken von Brustkorb und Bauchraum beim Ein- und Ausatmen (um dies besser zu spüren kann eine Hand auf den Brustkorb und eine auf den Bauch gelegt werden) 

o   oder durch das Zählen der Atemzüge ((Einatmung 1, Ausatmung 2, Einatmung 3, … Ausatmung 10 und dann wieder von vorne beginnen)

 

- Visualisierung: das gedankliche Vorstellen von z.B. Objekten, Orten, etc. 

 

- Geführte Meditation: empfehlenswert für den Einstieg, wenn man merkt, dass einem die Meditation schwerfällt und die Gedanken schnell abschweifen.

o   mit Podcasts

o   mit YouTube Videos

o   mit Apps (z.B. Bambu -> s.u.)

 

 

Meditations-App Bambu

 

Ich durfte die App Bambu für Euch testen und stelle sie Euch kurz vor!

 

Die App ist sehr übersichtlich gestaltet, puristisch, aber dennoch farbenfroh. Man findet sich schnell zurecht und wir nicht von zu viel Schnickschnack abgelenkt. 

 

Im Katalog gibt es verschiedene Kategorien (z.B. Körper, Geist, Alltag, etc), in denen ihr unterschiedliche Programme findet (z.B. Sport und Geist, Loslassen, Bewusst im Alltagsleben, etc.). Es ist für jeden etwas dabei und man wird gut durch die verschiedenen Sitzungen geführt. Die Meditationen sind gut verständlich und in einem Programm werden wichtige Aspekte immer mal wiederholt, um sie zu vertiefen. Die Stimmen der Sprecher sind sehr angenehm, was für mich persönlich eine große Rolle spielt. 

Man kann aber auch eine freie Meditation machen, bei der man die Zeit und die Anzahl der Gongs einstellen kann.

 

Die App zeigt einem an, wie lange man ingesamt schon meditiert hat, wie oft in Folge und zur Motivation auch den Rekord der in Folge gehörten Sitzungen. Was ich noch sehr schön finde ist, dass man sich auch ansehen kann, wie viele Leute jetzt gerade im Augenblick, diese Woche oder dieses Jahr meditiert haben. Das gibt einem ein schönes Gemeinsamkeitsgefühl!

 

Ich finde die App wirklich klasse und eine große Hilfe, vor allem beim Einstieg in die Meditation. Die App ist vielseitig und man bekommt ganz viele neue Impulse und Anregungen, wie man ein bisschen mehr Ruhe in den Alltag bringen kann, das soll nämlich auch das Ziel sein. Die Ruhe und Gelassenheit immer mehr in das "echte Leben" integrieren, auch nachdem die App geschlossen wurde! :) 

 

Ladet Euch die App doch einfach mal runter und stöbert ein bisschen darin - zum Einstieg gibt es 8 kostenlose Meditationen. Ich bin mir sicher, Ihr findet ganz schnell eine Kategorie, die Euch anspricht!  https://www.bambu.de

 

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